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STELLEN SIE SICH VOR…
…Sie wollen den Job, das Praktikum, den Ausbildungsplatz! Nichts anderes sollte Ihre Bewerbung ausdrücken. Darum sollten Sie mit Ihren Unterlagen zwei Fragen beantworten:
1.) Warum wollen Sie den Job?
2.) Warum sind gerade Sie der / die Richtige für den Job?
Das heißt, Sie sollten nicht nur das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben und das Tätigkeitsfeld der angestrebten Stelle gut kennen – Sie sollten auch Ihre eigenen Stärken, Schwächen und Ziele kennen. Für Ersteres gibt es das Internet, die Website des Unternehmens, soziale Netzwerke, in denen sich das Unternehmen präsentiert oder in denen Erfahrungen mit dem Unternehmen ausgetauscht werden. Für das zweite gibt es Freunde, Familie, Kollegen, die Sie im Zweifel fragen können und natürlich auch Zeugnisse und Beurteilungen, die Ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen belegen.
Nutzen Sie die Chance, sich gut zu informieren, und seien Sie sich Ihrer eigenen Qualitäten und Ziele bewusst. Dann geht Ihnen die Bewerbung viel leichter von der Hand.
bestandteile der bewerbung
In Stellenangeboten ist oft von "aussagefähigen Bewerbungs-
unterlagen"
die Rede. Gemeint ist damit in der Regel eine vollständige
schriftliche Bewerbung mit folgenden Bestandteilen:
1.) Anschreiben
2.) Foto
3.) ggf. Deckblatt
4.) Lebenslauf
5.) ggf. "Seite Drei"
6.) Zeugnisse
- einen harmonischen Gesamteindruck. Zu viele Farben und Hervorhebungen
(z.B. fette oder kursive Schriften) wirken schnell unruhig.
Tipp: Orientieren Sie die Akzentfarbe am besten an der Farbe Ihrer Bewerbungsmappe und setzen Sie diese sparsam ein. - ein einheitliches, sauberes und lesefreundliches Schriftbild
Tipp: Bevorzugen Sie schnörkellose Schriften wie Arial / Helvetica oder Times / Garamond / Cambria. Eine gut lesbare Schriftgröße liegt zwischen 9 und 11 Punkt bei etwa 1,2-fachem Zeilenabstand. - gute Druckqualität sowie gute Kopien bei den beigelegten Zeugnissen und Bescheinigungen
- gute, nicht zu dünne Papierqualität (mindestens 90g/qm)
Tipp: bei Clairefontaine finden Sie Papiere in Premiumqualität, die besonders gut für Bewerbungen geeignet sind. - Rechtschreib- und Grammatikfehler
- vermeiden Sie Knicke und Unsauberkeiten.
Anschreiben
Wer sind Sie, was können Sie, wieso bewerben Sie sich und wieso sind gerade Sie der richtige Kandidat / die richtige Kandidatin für die Stelle? All diese Fragen sollten Sie im Anschreiben beantworten. Und das auf eine Art und Weise, die den Personalverantwortlichen neugierig macht.
Schon der Einstieg ist mit entscheidend: Vermeiden Sie Floskeln und Textbausteine. Formulieren Sie einfach, lebendig und dem Firmenprofil angemessen. In Kreativbranchen haben Sie hier sicherlich einen größeren Spielraum als in einem seriösen, eher konservativen Umfeld.
Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DinA4 Seite sein und wird außen mit einer Büroklammer an der Bewerbungsmappe befestigt. Formal sollten Sie sich an der DIN 5008 orientieren.
FOTO
Seit Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ist ein Foto zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, es ist aber nach wie vor üblich. Mehr noch: bewerben sich sehr viele Kandidaten/innen auf eine Stelle, spielt das Foto bei der Vorauswahl oft eine entscheidende Rolle. Darum sollten Sie in jedem Fall einer gut ausgeleuchteten, professionellen Aufnahme den Vorzug geben.
Präsentieren Sie sich dabei freundlich und offen. Garderobe und Styling sollten zum Unternehmensprofil passen.
Üblich ist ein Bildformat von 6 x 8 cm. Nutzen Sie ein Deckblatt, so wird das Foto dort platziert. Ansonsten gehört es auf den Lebenslauf.
Beschriften Sie die Rückseite vorsichtig mit Ihrem Namen und kleben Sie das Foto mit einem Klebepunkt oder einem Klebestift fest. Büroklammern oder Fotoecken sind hierfür ungeeignet.
Deckblatt
Entscheiden Sie sich für ein Deckblatt, so sollte es Ihre Kontaktdaten enthalten, also Name, Anschrift, Telefon, E-Mail sowie den Namen des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben und die Stellenbezeichnung. Außerdem platzieren Sie Ihr Foto auf dem Deckblatt. Der Lebenslauf enthält in diesem Fall kein Foto mehr.
LEBENSLAUF
Der Lebenslauf enthält Ihre persönlichen Daten, also Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum, Familienstand, Anzahl und Alter der Kinder. Bei Kleinkindern kann ein Vermerk hilfreich sein, dass die Betreuung gesichert ist.
Darüber hinaus zählen Sie tabellarisch Ihre beruflichen Stationen, Ihre schulische Ausbildung und weitere Qualifikationen auf und zwar in umgekehrt chronologischer Reihenfolge (das Neueste zuerst). Die Angaben sollten vollständig und lückenlos sein. Hobbies und Interessen haben nur dann etwas im Lebenslauf zu suchen, wenn Sie in einem direkten Bezug zur angestrebten Tätigkeit stehen. Der Lebenslauf wird mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift versehen.
Verzichten Sie auf ein Deckblatt, dann gehört das Foto in die obere rechte Ecke des Lebenslaufs.
Die Seite drei
Die sogenannte "Seite Drei" ist kein Muss, sie kann aber hilfreich sein, um sich positiv von den Mitbewerbern abzuheben. Inhaltlich können Sie hier all die Informationen unterbringen, die im Anschreiben oder Lebenslauf keinen Platz finden, von denen Sie aber dennoch meinen, dass Sie Ihnen einen Vorteil verschaffen. Dazu gehören z.B. soziales Engagement, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Zusatzqualifikationen, die Ihre Lern- und Leistungsbereitschaft untermauern.
Als Überschrift können Sie z.B.: "Engagement und Motivation" oder "Was Sie noch von mir wissen sollten…" wählen. Formal sind Sie hier völlig frei. Die Seite drei sollte natürlich ins Gesamtbild passen.
ZEUGNISSE
Die Zeugnisse und Bescheinigungen, die Sie in Kopie beifügen, sollen die Angaben aus dem Anschreiben und dem Lebenslauf belegen. Achten Sie deshalb auf Vollständigkeit.
Für die Reihenfolge gilt wie im Lebenslauf: von neu nach alt sortiert. Bei vielen Zeugnissen kann ein kleines Inhaltsverzeichnis hilfreich sein.
Versuchen Sie auch hier, einen möglichst einheitlichen Gesamteindruck beizubehalten. Unterschiedliche Papierstärken und -Farben wirken eher unordentlich als originell.
AB DIE POST
Nachdem Sie sich mit der Bewerbung so viel Mühe gegeben haben, sollten Sie Ihren Unterlagen auch einen vernünftigen Briefumschlag gönnen.
Achten Sie auf ausreichende Frankierung und senden Sie Ihre Bewerbung mit der Normalpost. Bitte legen Sie keinen frankierten Rückumschlag bei. Das mag zwar nett gemeint sein, kann aber leicht als mangelndes Vertrauen in die eigene Qualitäten ausgelegt werden. Bei ausgeschriebenen Stellen erhalten Sie Ihre Unterlagen in der Regel zurück, sobald die Stelle besetzt wurde.
Eine mit Computer geschriebene Adresse wirkt professionell, Ihre Handschrift hat Persönlichkeit. Entscheiden Sie, was in Ihrem Fall stimmiger ist.
UND JETZT…
…drücken wir Ihnen für die anstehende Bewerbung ganz fest die Daumen!
Haben Sie die Hürde der schriftlichen Bewerbung erst einmal genommen folgt in aller Regel ein persönliches Vorstellungsgespräch. Auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten. Die "Dos and Don'ts" verraten wir Ihnen auf den folgenden Seiten. [weiter…]
Viele weitere gute Tipps auch zu anderen Formen der Bewerbung finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.


















